Far Cry 3 (Teil 3)

Mittwoch, Januar 16, 2013


Atmosphäre und Hauptstory
Selbstverständlich kann man sich stundelang mit der Insel beschäftigen, aber irgendwann möchte man auch mal das große ganze weiter voran bringen. Man wird sich also zwangsweise um die Hauptstory kümmern müssen, vor allem da es nicht genug motivierende Aufgaben auf lange Sicht gibt, die einen wie in bspw. Elder Scrolls sogar tagelang von der Hauptstory fernhalten können. Vorab möchte ich auch Entwarnung geben, das hier keine Spoiler vorzufinden sein werden. Um was geht es also eigentlich in Far Cry 3? Nun im Grunde haben eine gruppe von jungen Erwachsenen vor eine wilde Tour durch die Welt zu starten und landen dabei unweigerlich auch in der Nähe der besagten Insel auf der das Spiel stattfindet. Sie entschließen sich einen Fallschirmsprung zu absolvieren, jedoch wollen sie blind abspringen. Dass das Ganze dann natürlich direkt in die Hose geht, vor allem wenn man auf einer Insel voller Drogen- und Menschenhändler abspringt ist dabei wohl klar. Hier punktet das Spiel vor allem in den ersten paar Minuten mit seiner dichten Atmosphäre. Wo man noch bei Call of Duty oder auch Halo einen vollgepanzerten ausgebildeten Marine spielt, so ist man hier doch nur ein normaler Kerl, vielleicht Mitte 20. Es ist dabei durchaus amüsant in den ersten paar Minuten mitzuerleben wie der Hauptprotagonist mehr mit Kommentaren wie: „Ich kann das nicht“ oder „Heilige Scheiße“ punkten kann. Allerdings verwirft man dieses Konzept recht schnell wieder und die Atmosphäre kann darunter ebenfalls sehr leiden. Schleicht man sich anfangs noch durch das Tutoriell Lvl und fühlt sich hilfloser wie ein Fisch gefangen in einem Netz. So bekommt man direkt nach diesem Level schon die erste Waffe in die Hand gedrückt und unser unsicherer Protagonist schießt plötzlich als wäre es das einfachste auf der Welt. Natürlich kann man den Spieler nicht erst stundenlang heranführen aber eine kleine Erklärung warum man gerade zu Beginn schon im Grunde alles kann, wäre dann doch angebrachter gewesen.
Eine Erklärung liefert hier vielleicht das Skill System. Anders wie bei anderen Spielen wird der eigene Charakter nicht einfach so besser. Man bekommt ein Tattoo an seinen Arm, welches einen befähigt, je nach Größe des Tattoos unterschiedliche Dinge zu tun. Es verbessert so die Zielgenauigkeit, die Dauer die man unter Wasser bleiben kann, oder wie schnell ein Standgeschützt überhitzt wenn man es selbst benutzt. Dabei gibt es insgesamt drei Skillbäume die sich auf unterschiedliche Facetten des Spiels auswirken. Im Grunde muss man sich nur zu Beginn ein paar Gedanken machen, was man denn genau skillen möchte. Spätestens gegen Ende muss man sich schon arg dämlich angestellt haben um nicht mindestens 90% aller verfügbaren Skills bereits erlernt zu haben, selbst wenn man kaum Nebenmissionen gespielt hat. Was auch etwas negativ anzumerken ist, ist die Tatsache das man mache Skills eigentlich nicht braucht. So gibt es die Möglichkeit die Fähigkeit zu erlernen mit einer Pistole zu schießen, während man sich an einem Seil abseilt. Diesen Skill braucht man im gesamten Spiel, vielleicht dreimal.  Wer das an sich nicht weiß, der kann gerade zu Beginn gerne mal einen Skillpunkt regelrecht verschwenden.  
Was der eigentlich dichten und guten Atmosphäre ebenfalls einen Strich durch die Rechnung macht ist der Überfluss. Es sind immer mehr als genug Tiere da die man jagen und häuten kann. Im Grunde kann man zu Beginn eine oder zwei Stunden damit verbringen nur zu jagen und hat dann schon die besten Gegenstände hergestellt, von der letzten Special Variante einmal abgesehen.  Ebenfalls muss man Pflanzen finden um sich durch diese bspw. Medizin herzustellen. Das Problem an der ganzen Sache ist nur das es davon mehr als genug gibt. Manchmal stolpert man sogar über regelrechte Plantagen die einen für die nächsten 4-5 Hauptmissionen versorgen. Skillt man dann noch Fertigkeiten die einem pro Tier oder Pflanze sogar einen Bonus geben, kann man sogar anfangen die Ressourcen zu verkaufen.
Wo wir auch schon beim nächsten Punkt währen. Natürlich muss man sich Rüstung, Waffen und Munition kaufen, wenn man sie nicht vorher findet. Zu Beginn ist man so noch recht knapp bei Kasse und es reicht gerade einmal für die erste Waffe. Jedoch wird man schon nach wenigen Stunden so viel Geld haben, das es sich gar nicht mehr lohnt die Insel zu erkunden. Wer seine Gegner immer plündert, jedes Artefakt aufsammelt das rein zufällig in seinem Weg liegt, und dabei noch ein paar Funktürme befreit, so das Waffen sowieso kostenlos im Shop verfügbar sind, der wird schon nach wenigen Stunden keinerlei Geld mehr brauchen. Sämtliche Medizin wird kurzerhand selbst hergestellt und Munition findet man bei einem halbwegs angemessenen Spielstil mehr als Genug. Die Tatsache dass man recht schnell so viel Geld hat kann dann auch den Entdeckerdrang sehr trüben. So habe ich mir oft gedacht: „Oh eine Höhle, da könnte etwas Wertvolles drin sein…aber brauch ich das überhaupt?“ Einen Blick auf mein volles Inventar und alle Waffenplätze voll mit dem besten was geht, beantwortete mir dann meine Frage recht schnell.
Die Hauptstory selbst, bzw. die Hauptmissionen an sich können dabei dauerhaft motivieren. Zwar gibt es hier und da auch ein paar Dämpfer wenn man einfach nur irgendetwas stürmen muss, aber es ist doch immer wieder spannend zu erleben was als nächstes passiert, vor allem da Far Cry 3 endlich nicht den stereotypischen Bösewicht präsentiert den die heutige Call of Duty Generation so gewohnt ist. Mit Vaas hat man dabei sogar einen Charakter geschaffen bei dem man sich immer freut wenn er wieder auftaucht und wenn es nur ist um seinen kranken Dialogen zu folgen. Im Grunde sind die Hauptmissionen recht typisch für einen Egoshooter werden dabei aber immer wieder von frischen Ideen aufgepeppt. So muss man z.B in eine Höhle um besondere Pilze zu finden, das diese dabei über Sporen verfügen die einen selbst in einen Ecstasy Rausch bringen wurde natürlich nicht erwähnt.  In diesem Sinne erhält man immer wieder einige Momente die man so nicht erwartet hatte und die einen bei der Stange halten, da man immer erfahren möchte was wohl als nächstes passiert. Sowieso ist das Zusammenspiel der einzelnen Charaktere hier lobenswert zu erwähnen. Sie haben alle wesentlich mehr Profil wie ein X beliebiger Soldat der an der Front mit einem kämpft und den man schon vergessen hat noch bevor er eigentlich von der gegnerischen Ki über den Haufen geschossen wurde.

Das war dann auch schon mein Review zu Far Cry 3 ich hoffe es hat euch gefallen und irgendjemand hat den ganzen Text überhaupt durchgelesen xD mein nächstes Review wird das neue Need for Speed Most Wanted werden, für das ich mir nicht mehr ganz so viel Zeit lassen möchte, wie noch für Far Cry 3. In diesem Sinne…..


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