Far Cry 3 (Teil 1)

Sonntag, Januar 13, 2013



„Hab ich dir schon mal gesagt was Wahnsinn ist? Wahnsinn ist wenn man exakt dieselbe Scheiße immer und immer und immer und immer wieder macht und erwartet dass sich etwas ändert.“

Mit diesen weißen Worten heiße ich euch herzlich willkommen zu meinem doch etwas verspäteten Review von Far Cry 3. Nun da das mein erstes Review ist, ist das Ganze noch etwas holprig was die Gestaltung angeht und ich bitte das Ganze zu entschuldigen, bzw. bin immer für Kritik offen, solange sie konstruktiv ist. Ich werde mich bei diesem Review an einigen Punkten entlang hangeln umso auf die wohl wichtigsten Punkte einzugehen.  Diese Punkte können sich im Laufe der nächsten Reviews noch ändern, je nachdem was ihr für sinnvoll erachtet und was nicht.

Gameplay
Der wohl wichtigste Aspekt bei jedem Spiel, darf natürlich bei Far Cry 3 auch nicht fehlen. Zu aller erst sei gesagt das ich beide Vorgänger gespielt habe, wobei diese untereinander an sich nichts gemein haben, man geht also die Final Fantasy Tradition, wo die einzelnen Titel lediglich den Namen teilen. Far Cry 3 ist ein doch recht klassischer Open World Ego Shooter und spielt sich auch genauso. Das heißt, nach einem kurzen Tutorial geht es auch schon gleich los, und man wird im Grunde völlig frei auf die Insel losgelassen.
Wer also jetzt vor hat erst einmal auf Erkundungstour zu gehen kann das genauso einfach tun wie jemand der gleich die nächste Schlacht sucht. Auch kann man sich an Missionen entlang hangeln oder stur der Hauptgeschichte folgen. In dieser Hinsicht kann Far Cry 3 die Stärken ausspielen die man von einem Open World Spiel erwartet. Grenzen gibt es dabei an sich keine. Die Insel auf der man startet ist völlig frei erkundbar, von einigen Orten die an die Hauptstory gebunden sind einmal abgesehen. Natürlich wird dabei unweigerlich der Gedanke aufkommen: „Motiviert das lange?“ oder „Gibt es genug zu tun?“ Diese beiden Fragen kann man sowohl positiv wie auch negativ beantworten. Denn genug zu tun gibt es allemal, ob diese Aufgaben aber lange motivieren ist die andere Sache.
Ein großes neues Feature von Far Cry 3 ist das man sich Verbesserungen für den Charakter erst durch jagen erarbeiten muss. Das heißt wer mehr Waffen, Munition oder einfach andere Dinge mitnehmen möchte, der muss zuerst die örtliche Fauna bekämpfen und häuten. Das ist an sich eine nette Idee und ist definitiv etwas anderes wie nur Erfahrungspunkte zu sammeln oder aber es sich schlichtweg beim Händler zu kaufen. Durch ein schnelles Switchen ins Menü erkennt man schnell welche Dinge man braucht um Gegenstand X zu bauen. Auf der Weltkarte selbst sind entdeckte Gebiete mit einem Symbol markiert das das entsprechende Tier darstellt. Nachdem man all diese Vorkehrungen getroffen hat, kann es eigentlich auch schon losgehen. Genau hier setzt jetzt allerdings auch schon der Knackpunkt ein. Das ganze mag die ersten paar male noch recht spannend sein, vor allem wenn es an Tiere geht die sich doch schon etwas besser wehren können, aber auf Dauer wird es dann doch recht eintönig. Alle Tiere stehen in der freien Wildbahn meist einfach nur rum. Man muss sich weder großartig anschleichen, noch irgendwelche Tricks anwenden oder sonst mehr Können beweisen, als das Fadenkreuz auf die Beute zu halten und abzudrücken. Im Grunde sollte man das Jagen als nettes Gimmick ansehen, sich aber nicht zu viel davon versprechen.
Neben den Jagdausflügen gibt es aber natürlich auch noch andere Dinge zu tun. Über die ganze Insel zerstreut gibt es haufenweise Miniquests die in typischer Assassinscreed Manier zu lösen sind, oder aber auch nicht. Dabei handelt es sich um verschiedene große Challenges, wie töte X Gegner in Zeit Y mit Waffe Z. Meistens jedoch beschränkt es sich auf das lautlose ausschalten eines Banditenanführers oder aber das Jagen einer speziellen Gattung nur mit Waffe X. An sich gibt es bei derlei Aufgaben nicht sonderlich viel zu meckern, wenn überhaupt. Wer sich in Assassincreed 1 mit derlei Aufgaben schon gerne beschäftigt hat, wird dies auch bei Far Cry 3 sicher wieder gerne tun. Das einzige was man diesen Aufgaben vielleicht negativ anrechnen kann ist das man nach gut 2-3 Miniquests schon so gut wie alles gesehen hat. Die großen Challenges verändern sich zwar noch, aber der Rest folgt fast das ganze Spiel über einem festen Muster.
Ebenfalls fast komplett aus Assassins Creed übernommen, sogar mit Sprung Einlagen, sind die Aussichtspunkte, oder hier Funktürme genannt. Überall in der Welt verstreut stehen sogenannte Funktürme auf die man klettern kann um am oberen Ende angekommen einen Störsender automatisch zu zerstören. Ist dies erledigt wird die Karte offenbart und zwei Waffen werden im Shop von da an kostenlos verfügbar sein. Außerdem erkennt man jetzt wo sich feindliche Lager befinden, wo welche Tiere vorzufinden sind und auch Geheimnisse offenbaren sich einem. Zum Beispiel Fundorte von Artefakten und ähnlichem. Sind die Türme zu Beginn noch recht einfach zu bewältigen so wird es gegen Ende schon recht schwer und auch ich bin mehrmals abgestürzt und musste so manchen Turm öfters versuchen, bis ich dann endlich oben angekommen war. Kommen wir nun auch schon zum letzten Gameplay Event. Überall auf der Insel haben sich die Banditen natürlich breit gemacht und Haufenweise Lager aufgeschlagen die man erobern kann. Hier punktet Far Cry 3 wieder mit vielen Möglichkeiten. Denn im Grunde funktioniert jeder Weg. Man kann vollgepackt mit Munition und Waffen mitten durch das Tor stürmen, oder aber man versucht es auf die geheime Variante, schaltet eine Wache nach der anderen aus ohne dabei entdeckt zu werden. Vielleicht möchte man aber auch gefangene Tiere für sich kämpfen lassen, in dem man sie aus ihren Gefängnissen befreit, oder man entzündet kurzerhand mit einem Flammenwerfer einen kleinen Brand der die Banditen dahinrodet.  Diese große Freiheit ist das was derlei Aufgaben auch auf lange Sicht motivierend macht. Man kann einfach verschiedene Dinge ausprobieren, oder wenn man mal keine Lust hat einfach wild reinstürmen. Hat man einen Außenposten erfolgreich erobert, wird die eigene Fahne gehisst und die Einheimischen übernehmen das ganze Lager für einen und halten es bis zum Game Over.  Man muss also nicht mehr wie noch im Vorgänger immer wieder neue Lager befreien. Einmal befreit, bleibt das auch so.  

Was euch die Grafik zu bieten hat und wie es mit der Atmosphäre
in Far Cry 3 aussieht, das erfahrt ihr im 2. Teil des Reviews :-)

 

 

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